Selbstliebe – liebe dich selbst, dann können es auch andere

 

Dies ist eine Vorstellung des Werkes Selbstliebe von T. Breise.

 

Selbstliebe

Die Aussage, dass sich jeder Mensch selbst lieben sollte, ist in aller Munde, jeder hat sie schon einmal gehört. Warum scheint es so schwer zu sein, für sich selbst liebevoll zu sorgen? Welche Hindernisse stehen der Liebe zu sich selbst im Weg?

Auf der einen Seite ist die Selbstliebe die natürlichste Sache der Welt. Auf der anderen Seite scheint es immer wieder Konflikte zu geben, wenn Selbstliebe geübt wird. Wie Selbstliebe gelingen kann, ist nicht mit wenigen Worten erklärt. Der Moderne Mensch ist viel zu sehr mit Ablenkungen beschäftigt, um wirkliche Nähe zu sich selbst zu finden. Und Nähe ist eine Voraussetzung für Liebe. Gibt es trotzdem ein Patentrezept für Selbstliebe?

 

Hindernisse aus dem Weg räumen zur Selbstliebe

Um Nähe zu entwickeln, müssen zuerst einige Blockaden und Grenzen aus dem Weg geräumt werden. Wer sich selbst lieben will, braucht den Raum und die Zeit, um sich selbst zu begegnen. Wir haben oft unser ganzes Leben angefüllt mit Dingen und Aufgaben, die zwischen uns und einer echten Nähe zu unserer eigenen Person stehen. Hier heißt es zuerst: Aufräumen.

Dinge, die wir nicht brauchen, sollten wir nicht haben. Denn sie kosten Zeit für Pflege und Beachtung, die uns bei der Selbstliebe fehlt. Dabei ist die Zeit der wichtigste Faktor für die Selbstliebe. Wir brauchen Zeit, um uns mit uns selbst zu beschäftigen. Nur so lernen wir nach und nach unsere eigenen Bedürfnisse kennen, die wir uns liebevoll erfüllen sollten.

Der erste Schritt ist also, Zeit zu finden. Mindestens eine Verabredung in der Woche sollte jeder Mensch mit sich selbst haben. In dieser Zeit spielen andere Menschen oder Medien keine Rolle. Diese Zeit ist für die Begegnung gedacht. Weil viele moderne Menschen schon vergessen haben, was sie in dieser Zeit machen könnten, sind die folgenden Vorschläge vielleicht eine erste Hilfe: (es hört sich vielleicht zunächst komisch an, aber diese Dinge bringen einem sich selbst wieder näher)

  • Spazieren gehen
  • Wolken beobachten
  • Blumen pflücken
  • in der Badewanne liegen
  • atmen und den Atem beobachten

Sicher gibt es noch mehr Möglichkeiten. Aber für den Anfang ist schon ein Spaziergang ein tolles Date mit sich selbst.

 

Bei Selbstliebe: Gnade walten lassen für die eigenen Schwächen

Jeder Mensch hat ein bestimmtes Bild von sich selbst. Dieses Bild ist nicht immer realistisch. Die meisten Menschen sehen sich selbst zu kritisch. Sie erkennen schnell, dass sie nicht perfekt sind erwarten von sich, reibungslos zu funktionieren. Kein Mensch kann perfekt sein. Die beste Freundin oder der Partner haben auch ihre Schwächen und ihre Problemzonen. Bei anderen können wir Gnade walten lassen und ihnen erzählen, dass sie liebenswert und wichtig sind. Warum gelingt uns das bei uns selbst nicht? Viele Menschen sind der festen Überzeugung, dass ihnen etwas fehlt, um liebenswert zu sein. Das ist traurig.

Während der Zeit, die wir mit uns selbst verbringen, sollten wir in eine Unterhaltung mit uns selbst eintauchen. Wir können mit uns umgehen, wie mit unserer besten Freundin und uns Trost und Zuwendung geben.

 

Bedürfnisse ohne Zensur annehmen für die Selbstliebe

Kinder sind verspielt und manchmal auch verrückt. Sie lieben sich selbst und stellen ihre Bedürfnisse nicht in Frage. Erwachsene haben mit ihrem inneren Zensor zu kämpfen. Diese Instanz im Unbewussten erklärt, was wir dürfen und was wir lassen sollten. Wir sollten den inneren Zensor in einen sehr langen Urlaub schicken. Und wenn die Katze aus dem Haus ist, der innere Zensor schweigt, könnten wir ja einfach auf dem Tisch tanzen. Es ist alles erlaubt, was uns selbst und anderen nicht schadet.

Welche Bedürfnisse werden spürbar, wenn es keine Zensur gibt? Vielleicht helfen ein paar Beispiele der Lebenslust auf die Sprünge.

  • Ballon fahren
  • sich verkleiden
  • ein Buch schreiben
  • ein Wochenende mit Büchern im Bett verbringen
  • mit der Bahn ins Blaue fahren

Jeder Mensch sollte seine intimsten Wünsche erkennen und an deren Erfüllung arbeiten. Auch das ist Liebe zu sich selbst.

 

Wichtig bei der Selbstliebe: Immer erst die anderen? Auf keinen Fall!

Es gibt ein Sprichwort: „Einem nackten Mann fasst man nicht in die Tasche.“ Diesen klugen Spruch haben die meisten schon einmal gehört. Was bedeutet das für die Liebe zu sich selbst?
Es bedeutet, dass wir anderen erst helfen können, wenn wir selbst zufrieden sind. Wir können nichts hergeben, was wir selbst brauchen, um glücklich zu leben. Das ist auch mit der Liebe so. Wer andere mehr liebt, als sich selbst, hat die Liebe noch nicht verstanden. Nicht ohne Grund hat selbst Jesus von Nazareth betont, dass Nächstenliebe eine gute Sache ist, wenn sie so stark ist, wie die Liebe zu sich selbst. Es heißt nämlich nicht: „Du sollst deinen Nächsten lieben“, sondern: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Wer sich selbst liebt hat also nicht nur selbst etwas davon, er wird auch großzügiger und positiver gegenüber anderen Menschen. Wer sich selbst dagegen nicht lieben kann, wird seinen Mangel nicht dauerhaft verbergen können. Ein Training in Selbstliebe ist daher immer für alle Seiten eine gute Sache!

Fazit: Selbstliebe ist schwer. Das bestreitet wahrscheinlich niemand. Um einen Anfang zu machen, können die folgenden Schritte den richtigen Weg weisen.

  1. Aufräumen, was nicht gebraucht wird, um Zeit und Raum zu schaffen
  2. Mindestens eine Begegnung mit sich selbst pro Woche ermöglichen
  3. Die eigenen Schwächen gnädig annehmen
  4. Eigene Bedürfnisse unzensiert zulassen und eigene Wünsche erfüllen
  5. Andere nicht mehr lieben als sich selbst

Im Buch wird das Thema Selbstliebe wunderbar und zielgerichtet angegangen. Falls Sie diese Eigenschaft, die Selbstliebe wieder verbessern möchten, ist dieses Buch sicher eine große Hilfe.

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